Co-Trägerschaft des Bocholter Stadtmuseums

Das Stadtmuseum ist ein zentrales Herzensprojekt des Vereins für Heimatpflege Bocholt e.V. Im Rahmen der partnerschaftlichen Co-Trägerschaft arbeiten wir Hand in Hand mit der Stadt Bocholt im leitenden Kuratorium zusammen.

Gemeinsam entwickeln wir das Stadtmuseum als lebendigen Erfahrungsraum und offenes Forum weiter, um Geschichte verständlich zu machen und aktiv die Zukunft unserer Stadtgemeinschaft mitzugestalten.

Ein Heimatmuseum für Bocholt

Die Entstehung des Stadtmuseums geht auf die Initiative des Vereins für Heimatpflege zurück, der bereits in den Jahren 1921 bis 1924 erste historische Exponate aus Bocholts Geschichte in den Räumlichkeiten des Hauses Nordstraße 41 ausstellte. Nach kriegsbedingten Bestandsverlusten, verschiedenen Provisorien und der Zwischenstation des städtischen „Kunsthauses“ in der Salierstraße 6 wuchs Ende der 1960er-Jahre der Bedarf nach einer dauerhaften stadtgeschichtlichen Dokumentation. Durch die umfangreichen Funde der archäologischen und geologischen Arbeitsgruppen des Vereins wurde 1982 der offizielle Antrag auf eine gemeinsame Trägerschaft mit der Stadt Bocholt gestellt, worauf die Stadt Bocholt und der Verein für Heimatpflege e.V. in einen regen Austausch über die Konzeption und die Standortplanung traten. 
Dies führte, neben dem Ankauf des Art-Déco-Gebäudes an der Osterstraße 66 im Jahr 1988, zum Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Bocholt vom 8. März 1989 über die Einrichtung und den Betrieb eines sozio-kulturellen Begegnungs- und Kommunikationszentrums mit dem Schwerpunkt des Stadtmuseums Bocholt. Gleichzeitig wurde per Ratsbeschluss die gemeinsame Trägerschaft durch die Stadt Bocholt und den Verein für Heimatpflege Bocholt e.V. festgelegt.
Am 15. Mai 1992 wurde das Stadtmuseum feierlich eröffnet. Seitdem beheimatet das Haus neben stadtgeschichtlichen Objekten auch bedeutende Kunstsammlungen, wie den Nachlass des Plakatmalers Josef Fenneker und Werke von Israhel van Meckenem.

Mit der Gründung des Stadtmuseums war ausdrücklich die Absicht verbunden, der Einwohnerschaft die Möglichkeit zu bieten, sich zu mitwirkungsbereiten Bürgerinnen und Bürgern zu entfalten – und zwar durch das Kennenlernen der Stadtgeschichte und ihrer Zeugnisse. Das Stadtmuseum ist also eine Einrichtung, die der Stärkung der freiheitlichen Demokratie dienen soll. Leitidee ist der Gedanke, dass die Demokratie vor Ort umso erfolgreicher und funktionsfähiger ist, je stärker die Bürgerschaft sich mit der Stadt identifiziert.

Eine neue Heimat?

Im September 2025 hat die Stadtsparkasse Bocholt ihr Neubauprojekt europaweit ausgeschrieben. Zusammen mit der Stadt Bocholt soll am Standort der ehemaligen Sparkassen Hauptfiliale auch ein kulturelles Zentrum im Herzen der Stadt entstehen. Das Stadtmuseum wird gemeinsam mit dem Stadtarchiv Bocholt als Hauptnutzer in den neuen Kulturstrandort einziehen und die Bocholter Geschichte direkt in den Lebensmittelpunkt der Stadt bringen.

Kuratorium des Stadtmuseums Bocholt

Das Kuratorium des Stadtmuseums Bocholt setzt sich aus den gleichberechtigten Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Bocholt und des Vereins für Heimatpflege Bocholt e.V. zusammen. Dem Kuratorium obliegen die Leitungs- und Präsentationsaufgaben des Stadtmuseums.

Das aktuelle Museumskuratorium (siehe Bild) besteht aus Gerd Wiesmann, Martin Beltinger, Georg Ketteler, Wilfried Flüchter, Ignaz Messing, Lisa Resing, Oliver Brenn, Thomas Waschki, Jule Wanders. Nicht anwesend: Peter Wiegel.

Kontakt

Lisa Resing

Leitung Stadtmuseum

Deine Heimat.
Dein Verein.

Sie möchten Heimatgeschichte lebendig halten und unser Vereinsleben aktiv mitgestalten? Oder möchten Sie einfach nur Fördermitglied sein?

Wir freuen uns über jedes neue Mitglied, das unsere Leidenschaft teilt und bei uns mitmacht – egal, ob aktiv oder passiv.

Learn how we helped 100 top brands gain success